Kontakt

Städt. Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen
Holtgrevenstr. 2-6, 44532 Lünen


Telefonische Anfragen richten Sie bitte an die Sekretariate der Schule:

Sekretariat 1  Frau Denizci
Zuständig für die Jahrgänge 5-7

02306 / 20292 - 0

Sekretariat 2  Frau Salatino-Grote
Zuständig für die Jahrgänge 8-10

02306 / 20292 - 12

Oberstufenbüro
Zuständig für die Jahrgänge EF, Q1, Q2

02306 / 20292 - 0 / - 17

Fax:

02306 / 20292 - 13 / - 27


Die Öffnungszeiten der Schule:

Mo, Mi, Do 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Di, Fr 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr

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In allen sozialen Systemen gibt es gelungene und weniger gelungene zwischenmenschliche Beziehungen. Manchmal verändern sich Beziehungen negativ. Es kommt zu Streit, Ausgrenzung und Missachtung.

Dies geschieht auch in Schulen, ereignet sich zwischen Schüler/innen. Wenn einzelne Personen über einen längeren Zeitraum hinweg ausgegrenzt, missachtet, gedemütigt oder körperlich angegangen werden, reden wir von Mobbing. In der GSG gehen wir das Thema „Mobbing“ konsequent an, indem wir keine Form des Mobbings dulden.
Alle Schülerinnen und Schüler und auch alle Lehrerinnen und Lehrer haben das Recht angstfrei zur Schule zu kommen.
Es geht uns um das „Wohlbefinden“ einer/s jeden Einzelnen. Wir vertreten eine „Kultur des Hinsehens“, was bedeutet: Wir versuchen aufeinander zu achten, niemanden allein zu lassen. Wir beachten Missstimmungen und Konflikte und versuchen sie unmittelbar zu entschärfen. Um dem Ziel einer „mobbing-freien“ Schule immer näher zu kommen, sind mehrere Lehrer/innen zu Mobbingbeauftragen ernannt und ausgebildet worden. Das sind: Frau Beck-Nawroth, Frau Freihold, Herr Grebe, Frau Ruppert und FrauTran.
Ihre Aufgabe besteht darin, Mobbingvorwürfen konsequent nachzugehen und mit den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern dahingehend zu arbeiten, dass Mobbingstrukturen aufgebrochen und beseitigt werden.
 
Hinweise auf Mobbing werden vertraulich behandelt, aber aktiv angegangen!
 
Das Konzept ist integrativ und nicht ausgrenzend. D.h. einige Lehrer/innen arbeiten mit der Methode des „No Blame Approach“:
Der „No Blame Approach“ (wörtlich „Ohne Schuld Ansatz“) ist eine lösungsorientierte Vorgehensweise. Er gibt Schulen ein einfaches Instrument an die Hand, bei Mobbing zum Wohl und Schutz der Mobbing-Betroffenen zu handeln mit dem Ziel, Mobbing nachhaltig zu stoppen. Die besondere Faszination und gleichzeitig große Herausforderung des Ansatzes liegt darin begründet, dass - trotz der schwerwiegenden Problematik - auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Vielmehr vertraut der Ansatz auf die Ressourcen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, wirksame Lösungen herbeizuführen.
 
Der No Blame Approach ist eine klar strukturierte Methode und erfolgt in drei zeitlich aufeinander folgenden Schritten:
 
Schritt 1: Gespräch mit Mobbing-Betroffenem
Der erste Schritt im Rahmen des Ansatzes ist das Gespräch mit dem von Mobbing betroffenen Schüler bzw. der Schülerin.  Ziel des Gesprächs ist es, das Vertrauen des Schülers für die geplante Vorgehensweise zu gewinnen und Zuversicht zu vermitteln, dass sich die
schwierige Situation beenden lässt. Gemeinsam mit dem Betroffenen wird die Zusammensetzung der Unterstützergruppe besprochen.
 
Schritt 2: Gespräch mit Unterstützungsgruppe
Es werden dazu Schülerinnen und Schüler zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Einbezogen werden dabei die Hauptakteure des Mobbings, Mitläuferinnen und Mitläufer sowie Kinder bzw. Jugendliche, die bisher keine aktive Rolle beim Mobbing inne hatten, allerdings
eine konstruktive Rolle bei der Lösung der problematischen Situation spielen können. Zusammen bilden diese Kinder eine Unterstützungsgruppe. Der/die Betroffene ist daran nicht beteiligt. Ziel des Gespräches ist es, Lösungswege zu finden, wie jedes einzelne Mitglied den Betroffenen unterstützen kann, wieder gerne zur Schule zu gehen.
 
Schritt 3: Nachgespräche (einzeln)
Ungefähr ein bis zwei Wochen später wird mit jedem Kind bzw. Jugendlichen einzeln - einschließlich des Mobbing-Betroffenen – besprochen, wie sich die Dinge entwickelt haben. Dieser dritte Schritt sorgt für Verbindlichkeit und verhindert, dass diejenigen, die gemobbt haben, ihre Handlungen wieder aufnehmen. Einzelgespräche nehmen die Schüler direkt in die Verantwortung und stärken die Nachhaltigkeit.
Andere Lehrer/innen arbeiten mit einem theaterpädagogischen Konzept. Mit Hilfe der Rollenspielmethode werden Konflikte szenisch bearbeitet und die Schüler entwickeln soziale Lösungsstrategien für den Umgang miteinander.
So erleben die Schüler das Phänomen Mobbing in seiner wechselseitigen Verstrickung hautnah durch das Übernehmen verschiedener Rollen: Mobber,Gemobbter und Zuschauer.
 
Sie sollen dabei als Spieler oder auch aktive Beobachter Mobbing in seiner Wirkung auf die Beteiligten erfassen und Lösungen aus dem „Teufelskreis“ Mobbing entwickeln, indem sie im Spiel konkrete Handlungsalternativen erproben.
Der Ausgangspunkt für die Rollenspiele sind entweder Beispiele aus einem Film oder auch konkrete Situationen aus der Klasse.
In allen Klassen und Jahrgängen wird prophylaktisch gegen Mobbing gearbeitet:
In den Klassen der Jahrgänge 5 und 6 gibt es wöchentlich eine „Klassenrat“ Stunde, in der die Schülerinnen und Schüler Konflikte und Störungen in der Klasse benennen und miteinander lösen können.
In den höheren Klassen werden bei Methodentagen und während der Projektwoche immer auch „Sozialtrainings“ durchgeführt: In wechselnden Gruppenarbeiten lösen Schülerinnen und Schüler gemeinsam Aufgaben, trainieren „aktives Zuhören“, geben sich positives feedback usw. Mobbingbeauftragte und Schulleitung arbeiten an der GSG eng zusammen. Lehrerkollegium, Eltern- und Schülerschaft werden regelmäßig informiert und ermutigt an dem Ziel der „mobbing-freien Schule“ mitzuarbeiten.

 

 

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