Schulsozialpädagogin

An der GSG unterstützt Frau Tran als Dipl. Sozialpädagogin Schüler/innen und Lehrer/ innen in verschiedenen Bereichen des Schulalltags.

Ebenso ist sie Ansprechpartnerin für Eltern.

Sie möchte durch ihre Tätigkeit individuelle und gesellschaftliche Benachteiligungen bei Schüler/innen ausgleichen und (Ver-)Mittlerin zwischen Schule und Schüler/innen / Eltern sein.

 

Hauptsächlich steht sie Schülerinnen und Schülern als Ansprechperson für individuelle Hilfe und Unterstützung zur Verfügung. Sie betreut einzelne Kinder und Jugendliche auf eigenen Wunsch auch über einen längeren Zeitraum, z.B. in wöchentlichen Abständen. Für diese vertraulichen Gespräche steht ein eigener Beratungsraum zur Verfügung.

In diesen Situationen kann die Sozialpädagogin beraten und helfen:
- in schulischen Konfliktsituationen (z.B. Probleme mit Mitschüler/innen oder Lehrer/innen)
- bei persönlichen oder familiären Schwierigkeiten (z.B. Schulangst oder Trennung der Eltern)

Außerdem unterstützt die Sozialpädagogin die Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Erziehungsauftrag und möchte durch kollegiale Beratung auch zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen beitragen. Sie macht Lehrer/innen Angebote für alternative Verhaltensweisen und bringt somit sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweisen in die Schule ein

Dazu gehören unter anderem:

  • die Unterstützung am Schulanfang der 5. Klassen beim Kennenlernen und Aufbau der Klassengemeinschaft
  • die Einführung und Begleitung des Klassenrates in Klasse 5
  • die Beobachtung aller 5. Klassen zur Feststellung von Handlungsbedarf für individuelle Einzelfallhilfe
  • die Hospitation und Beratung für Lehrer/innen in „schwierigen“ Klassen - oder Lernsituationen

Ebenso können sich Eltern bei Fragen, Unsicherheiten oder Unterstützungsbedarf an die Sozialpädagogin wenden.

So könnten Unterstützungsangebote aussehen:

  • Hausbesuche, um im familiären Umfeld gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten
  • Gemeinsame Gespräche mit Eltern, Sozialpädagogin, Lehrer/innen in der Schule
  • Auf Wunsch Vermittlung von Kontakten zu außerschulischen Beratungseinrichtungen (z.B. Erziehungsberatungsstelle, Psychologen, Tageskliniken, Jugendamt)

Frau Tran arbeitet unter Wahrung ihrer Schweigepflicht kooperativ mit allen beteiligten Personen des Schullebens zusammen (Schüler/innen, Eltern, Klassen-lehrer/innen, Abteilungsleitungen).
Sie ist täglich in der Zeit von 8.00 – 16.00 Uhr unter der Rufnummer 02306 / 2029243 zu erreichen.
Ihr Büro befindet sich im Scharoungebäude neben der Aula (ehem. Mädchentreff).

Aus dem Beratungskonzept:

Die gesetzlichen Grundlagen sozialpädagogischer Beratung an Schulen findet sich im Runderlass des Kultusministeriums vom 23. Januar 2008.
Die Sozialpädagogin an der GSG hilft, berät und begleitet Schüler/innen und Eltern sowohl bei schulischen als auch bei persönlichen / familiären Schwierigkeiten.

Sie möchte durch ihre Unterstützung individuelle und gesellschaftliche Benachteiligungen bei Schüler/innen ausgleichen und (Ver-)Mittlerin zwischen Schule und Schüler/innen / Eltern sein. Außerdem unterstützt sie durch ihre Tätigkeit den Erziehungsauftrag der Lehrer/innen, mit denen sie eng zusammenarbeitet und möchte durch kollegiale Beratung auch zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen beitragen. Sie macht Lehrkräften Angebote für alternative Verhaltensweisen und bringt somit sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweisen in die Schule ein.

Zur Bearbeitung und Bewältigung von Erziehungs-, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten werden in der sozialpädagogischen Beratung lösungsorientierte Konzepte verwendet, wie systemische Beratung, No Blame Approach (siehe Anti-Mobbing-Konzept 7.4, Seite 30). Dabei stehen die Lebenswirklichkeit und die Ressourcen der Kinder und Jugendlichen und deren Familien im Vordergrund und sind wichtige Bestandteile der Beratung.

Die Grundlagen für eine effiziente sozialpädagogische Arbeit und Beratung sind:

1. Freiwilligkeit (Erlass KM vom 23.01.2008 4.2.2.)
2. Verschwiegenheit (§ 203 STGB)

Nur mit diesen Vorgaben ist es möglich, eine tragfähige Beziehung zwischen der Sozialpädagogin und Schüler/innen / Eltern aufzubauen, bei der ein Vertrauensverhältnis oft unerlässlich ist. Die Beziehungsarbeit ist ein fortwährender Prozess. Sollte es erforderlich sein, außerschulische Institutionen mit in den Beratungsprozess mit einzubeziehen, haben die Betroffenen die Möglichkeit, die Sozialpädagogin von ihrer Schweigepflicht zu entbinden.

Die Begleitung von Schüler/innen und Eltern im 5. und 6. Jahrgang bildet einen Schwerpunkt der sozialpädagogischen Beratung, da hier im Vorfeld von negativen Entwicklungen präventiv gearbeitet werden kann. Grundsätzlich ist die Sozialpädagogin Ansprechpartnerin für alle Schüler/innen.

Die Sozialpädagogin ist durch ihre Präsenz an der Schule für Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen sowohl persönlich als auch telefonisch erreichbar und ansprechbar. Oft werden Kontakte über die Klassenlehrer/innen hergestellt.

Sie stellt sich zu Beginn eines Schuljahres im 5. Jahrgang vor, berichtet dort über ihre Person und Tätigkeit und hospitiert über mehrere Stunden in den einzelnen Klassen. So lernt sie alle Schüler/innen kennen und tauscht sich über ihre Beobachtungen mit den Klassenlehrer/innen und der Abteilungsleitung aus, auch um frühzeitig bei Problemen intervenieren zu können.

Eine längerfristige Begleitung der Klassen geschieht im Klassenrat, den die Sozialpädagogin am Anfang der 5. Klasse mit den Klassenlehrer/innen einführt und über ein Jahr durchführt. Hier werden sowohl Konflikte als auch positive Entwicklungen in den Klassen besprochen, so dass die Klassenlehrer/innen und auch die Sozialpädagogin regelmäßig Anteil an und Kenntnis von den Sorgen, Nöten und Freuden der Schüler/innen nehmen, und das soziale Miteinander der Klasse im Umgang mit Konflikten und bei der Lösung von Problemen begleiten können.

Neben den typischen „Tür und Angel-Gesprächen“, gibt es auch die Möglichkeit mit der Sozialpädagogin Termine während der Unterrichtszeit zu vereinbaren. Da sie nicht mit festgelegten Stunden im Stundenplan gebunden ist und über ein eigenes Büro verfügt hat sie sowohl die zeitlichen wie auch räumlichen Bedingungen möglichst zeitnah und geschützt Gespräche zu führen.

Neben der Beratung „vor Ort“, gibt es auch die Möglichkeit von „aufsuchender“ und „begleitender“ Hilfen in Form von Hausbesuchen, sowie gemeinsame „Gänge“ mit Kindern / Jugendlichen / Eltern zu Ämtern, Beratungsstellen, psychologischen Praxen etc. Hierdurch sollen Schwellenängste gegenüber der Schule oder anderen Institutionen abgebaut werden.

Ebenfalls Teil der sozialpädagogischen Beratung, ist die Zusammenarbeit und Vernetzung mit außerschulischen Einrichtungen und Gremien. Auf Wunsch vermittelt die Sozialpädagogin Kontakte zur Jugendhilfe und anderen bereits oben aufgeführten Einrichtungen und nimmt bei Bedarf auch selbständig Kontakt zu diesen auf.

Durch ihre Teilnahme an außerschulischen Gremien, wie der regionalen Arbeitsgruppe der Schulsozialpädagogen/innen in Lünen, den überregionalen Dienstbesprechungen der Sozialpädagogen/innen an Gesamtschulen im RP Arnsberg und einer Supervisionsgruppe an der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Unna, ist sowohl der fachliche Austausch, wie auch die Weiterbildung zu spezifischen Themen der Schulsozialpädagogik gewährleistet. Daneben nimmt die Sozialpädagogin in regelmäßigen Abständen an Fortbildungen teil, die schwerpunktmäßig soziale Gruppenarbeit, Beratungskonzepte und –methoden oder bestimmte Bereiche wie Suchtverhalten, psychiatrische Auffälligkeiten oder Mobbing bei Kindern und Jugendlichen zum Thema haben. Diese so gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse fließen dann unmittelbar in die Beratungsarbeit vor Ort ein.

Ein weiterer Beratungsbereich der Sozialpädagogin ist ihre Tätigkeit im Trainingsraum. Hier hat sie die Möglichkeit, recht früh mit dem ersten Auftreten von Regelverstößen und Verhaltensauffälligkeiten mit Schüler/innen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mit ihnen über Lösungen nach zu denken. Bei Bedarf wird auch eine Beratung außerhalb des Trainingsraumes angeboten. Die Sozialpädagogin ist Mitglied des Trainingsraumteams, sie nimmt an den regelmä- ßig stattfindenden Teamsitzungen teil, arbeitet bei der konzeptionellen Weiterentwicklung mit und nimmt an dementsprechenden Fortbildungen teil.

Ebenso ist die Sozialpädagogin Mitglied des Notfallteams, welches sich an der GSG gebildet hat, um in Krisensituationen strukturiert und effektiv vorgehen zu können. Hier hätte sie im Notfall die Möglichkeit durch ihre Beratungserfahrung bedrohliche und Angst machende Situationen bei Schüler/innen aufzufangen und zu einer Beruhigung beizutragen. Auch hier finden regelmäßige Sitzungen und damit konzeptionelle Weiterentwicklungen statt, an denen die Sozialpädagogin beteiligt ist.

Die Sozialpädagogin koordiniert ihre Beratungsarbeit neben den Klassenlehrkräften auch ganz eng mit den Beratungslehrkräften und Abteilungsleitungen, mit der Beauftragten für Inklusion und den Sonderpädagoginnen der jeweiligen Stufen. Dazu nimmt sie an den wöchentlich stattfindenden Beratungsteams der Stufen 5-7 und 8-10 teil. An diesen Sitzungen nehmen auch der Schulseelsorger und bei Bedarf auch sonderpädagogische Förderlehrer/innen teil. Durch diesen Austausch ist gewährleistet, dass alle an einem „Fall“ beteiligten die gleichen Informationen erhalten und ihre Arbeit miteinander abstimmen können. Die kollegiale Fallberatung, in die jede/r seine Profession und Sichtweisen einbringen kann, spielt auch bei der Strukturierung der sozialpädagogischen Beratungsarbeit eine große Rolle.

Neben diesen wöchentlichen Beratungsrunden, nimmt die Sozialpädagogin auch an der stufenübergreifenden Beratungskonferenz teil, in der sowohl kollegiale Fallberatung, als auch eine ständige Fortschreibung des Beratungskonzeptes der GSG Themen sind.

Wichtiger Bestandteil professioneller Beratungsarbeit ist deren Dokumentation. Die Sozialpäda- gogin macht sich zu jedem Beratungsanlass Aufzeichnungen und Notizen, um die Kontinuität der Beratung und die angemessene Strukturierung und Planung der weiteren Vorgehensweise gewährleisten zu können. Die Beratungstätigkeiten werden unter Berücksichtigung der Schweigepflicht dokumentiert.

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