Die GSG wird 40!

Pressebericht Festakt

Quelle: Ruhrnachrichten vom 05.09.2023; Autor und Bilder : Günther Goldstein

 

Der Festakt zum 40jährigen Bestehen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule am 01.09.2023 eröffnete offiziell den Reigen der Festlichkeiten zu diesem besonderen (Schul)jahr. In dem wir neben dem 40. Geburtstag unserer Schule auch den 100. Todestag unserer Namensgeber Sophie und Hans Scholl gedenken und irgendwaas mit Scharoun haben.

An diesem Freitag traf sich die Schulgemeinde in der Aula, um gemeinsam den 40. Geburtstag der GSG zu feiern. Es waren Vetreter:innen, der Schüler:innen, der Eltern, der Stadt, das aktuelle Kollegium, ehemalige Kolleg:innen und viele der Schule Verbundene.

Neben Reden des Bürgermeisters, Herr Kleine-Frauns und der ehemaligen Dezernentin, Frau Büse-Dallmann, die für den kurzfristig verhinderten Dezernenten eingesprungen ist und für die Bezirksregierung von den Erfahrungen ihrer Amtszeit mit der GSG erzählt hat, gab es in alter Tradition „hausgemachte“ Musik von der Brass Connection und dem Querflötenensemble. Ebenso trat ein Chor aus aktuellen und ehemaligen Kolleg:innen auf, der eine Eigenkompostion „Together we’ll make it“ von Sandra Horn zu Gehör brachte.

Sehr kurzweilig führten die beiden Moderator:innen Kira Schwabe (Schülersprecherin) und Christoph Tiemann (ehemaliger Schüler) durch das Programm.

Es gab Beiträge der früheren Schulleiter, der Eltern und ehemaliger Schüler:innen. Unter diesen befand sich eine Besonderheit: Jörn Dingeldey, festgestellter Schüler Nr.1, der 1983 neu gegründeten Gesamtschule, Vater und Lehrer in Personalunion – einmal ein Scholli, immer ein Scholli. 

Auch zum Programm gehörten zwei Sketche des 6. Jahrgangs, die Schulleben heute und früher dargestellt haben.

Das letzte Wort hatte der Schulleiter, Chr. Gröne. 

Dem obligatorischen Sektempfang folgte ein gemütliches Beisammensein, für das leibliche Wohl war gesorgt und so konnte gefeiert werden.

Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für Ihr Engagement, das für einen reibungslosen Ablauf sorgte. 

 

Im Rahmen unseres Schuljubiläums gibt es die Aktion: 40 Jahre GSG - 40 gute Taten. 
Die Schulgemeinschaft möchte mit dieser Aktion das 40-jährige Jubiläum feiern und gleichzeitig den hier lebenden Menschen etwas zurückgeben. 
Viele kreative und tolle Aktionen sind bereits zustande gekommen, andere stehen noch bevor. 
Erhalten Sie hier einen kleinen Einblick über die bereits erfolgten guten Taten der Schulgemeinschaft. Dieser Bereich wird fortlaufend aktualisiert. 

Stolpersteinverlegung 
Quelle: Rurhnachrichten vom 02.11.2023

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Am Freitag wurden erstmals in Lünen ein Stolperstein für einen Deserteur gelegt, der sich militärisch gegen die Nazis gewehrt hat. Auch für einen politisch Verfolgten wurde einer gelegt.

Reinhold Blankensee und Walter Hermanspann widersetzten sich auf ihre Art und Weise gegen die Nationalsozialisten, als diese in Deutschland an der Macht waren – der eine politisch, der andere militärisch. Um ihre Taten nicht zu vergessen, wurde für Blankensee und Hermanspann am Freitag (27. Oktober) an ihren ehemaligen Wohnorten ein Stolperstein gelegt. Blankensee wohnte in der Moltkestraße 42, Hermannspann an der Ecke Friedrichstraße und Röntgenstraße. Gesponsort wurden die beiden Stolpersteine von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) in Lünen.
Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, mit denen an Menschen erinnert wird, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine für Blankensee und Hermanspann sind der 55. und 56. Stolperstein in Lünen.

Blankensee war einer der führenden Lüner im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, war Politiker der linken KPD und wurde 1929 zum Stadtverordneten der Stadt Lünen gewählt. Er wurde in Berlin geboren und war Bergmann und Maschinenbautechniker. Er arbeitete ab 1932 als Hauer auf der Zeche Achenbach in Brambauer. Außerdem war er verheiratet und hatte zwei Kinder. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde die linke KPD verboten und ihre Mitglieder inhaftiert – so auch Blankensee. Nach einer Haft in Lünen und Werl wurde er ins KZ Esterwegen gebracht, wo er Torf stechen und ein Moor trockenlegen musste. 1933 wurde er aus Esterwegen entlassen, musst sich aber regelmäßig bei der örtlichen Polizei melden.
Zwar fand er wegen seiner anti-nationalsozialistischen Haltung, für die er auch weiterhin stand, keine Arbeit, doch das hielt ihn nicht davon ab, weiterhin politisch aktiv zu sein. Er traf sich heimlich mit anderen Mitgliedern der KPD und SPD im Untergrund. Das missglückte Staufenberg-Attentat 1944 hatte zur Folge, dass die Nazis alle politischen Gegner, die bisher entkommen konnten, zu erwischen und auszuschalten versuchten. So wurde Blankensee im selben Jahr wieder verhaftet, in Richtung Berlin deportiert und schließlich in das KZ Neuengamme gebracht, wo er 1945 verstarb.

Hermanspann ist gebürtiger Lüner. 1920 geboren, wurde er 1940 als Soldat eingezogen. Eigentlich sollte Hermannspann die Wehrmacht in Frankreich unterstützen, allerdings desertierte er. Als Deserteur wurde er inhaftiert und zu den NSU-Werken Neckarsulm gebracht. Nach einem Jahr Haft wurde Hermanspann wieder eingezogen und an die Ostfront gebracht. Dort wurde er verwundet und nach seinem Aufenthalt im Lazarett nach Bonn gebracht. Er war Teil der Ersatztruppen und wurde im Truppenübungsplatz Wahn bei Köln eingesetzt. Dort versuchte er erneut, aus dem Truppendienst zu fliehen.
Nach einem Stadturlaub zu Weihnachten 1942 kehrte er mit acht Kollegen nicht zur Truppe zurück, weshalb er wieder verhaftet und zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Er wurde in das Zuchthaus Siegburg gebracht, wo er kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner verstarb. 

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Zu dem Engagement durch die GSG kam es nicht nur durch die passenden Namensgeber der Schule. Denn die Schule feiert in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen. „Im Rahmen unseres Schuljubiläums gibt es die Aktion: 40 gute Taten”, sagt Schulleiter Christian Gröne.
Im Zuge der Aktion „40 gute Taten” kam die Klasse 9D auf die Idee, den Stolperstein zu sponsern und hat Geld dafür gesammelt. „Da es zwei Stolpersteine gibt, hat sich die 5B dann den Plänen angeschlossen und wir haben beide Stolpersteine übernehmen können”, so Gröne.Doch nicht nur Geld haben die Klassen für die Stolpersteine gesammelt. Während die 5B ein Gedicht aufsagte, das von einem Kind handelt, dessen Vater von den Nationalsozialisten verschleppt wurde, spielten drei Schüler der 9D das Lied „Bella Ciao” auf Saxofon und Trompete.
Die Klasse 5B der GSG Lünen trägt bei der Stolpersteinlegung von Blankensee ein Gedicht vor, in dem es um ein Kind geht, dessen Vater von Nazis verschleppt wurde.

Sorgenfresser basteln und verschenken

Sorgenfresser2

Die Klasse 5a hat gemeinsam mit dem Klassenlehrerteam um Frau Balter und Herr Polat zahlreiche Sorgenfresser gebastelt. Diese wurden von den Schüler*innen nicht nur liebevoll und kreativ gestaltet, sondern auch noch zusätzlich mit einer Botschaft versehen. Diese wurden dann an den ehemaligen Grundschulen und an dem Seniorenzentrum an der Lippe verteilt. Die Dankbarkeit der Beschenkten war ein tolles Erlebnis für die Schüler*innen und somit war die gute Tat an großer Erfolg! 

Der Philopsophiekurs in der Q1 besucht das Ev.Altenzentrum in Lünen 

Q1 Altenzentrum

Herr Neumann besucht mit seinem Philosophiekurs das Ev.Altenzentrum in Lünen und bereitet den dort lebenden Menschen eine große Freude. 
Lesen Sie hier den Bericht. 

Bingo im Altenzentrum der Caritas Lünen 

10aBingo

Die Klasse 10a der GSG bereitete den Bewohnern des Altenzentrums Lünen einen kurzweiligen Tag, indem die Schüler*innen von Frau Engelke und Herrn Sezgen Bingo spielten. Die Gewinner*innen waren von vorne herein klar: Alle Beteiligten! 

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Besuch im Katholischen Kindergarten durch Oberstufenkurs Katholische Religion

Kindergarten

Frau Lüggert besucht mit ihrem Q1 Kurs Katholische Religion den Katholischen Kindergarten Sankt Marien. Die Oberstufenschüler*innen lesen den Kindern Geschichten zum Thema St.Martin vor. 

Verkauf auf dem Lüner Weihnachstmarkt durch die Schulpflegschaft

Schulpflegschaft 

Die Schulgemeinschaft der GSG vertreten durch die Schulpflegschaft beteiligt sich natürlich auch an den 40 guten Taten und nimmt durch den Verkauf auf dem Lüner Weihnachtsmarkt Geld ein. Dieses kommt dem Lüner Kinderhospiz, dem Sozialfonds der Schule und dem Förderverein zugute. Vielen Dank. 

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