Das Schulgebäude der GSG Lünen

Der Gebäudekomplex der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen umfasst mehrere einzelne Gebäudebereiche, die zum Teil eine eigene Historie aufweisen (u.a. das ehemalige Stadthaus, heute Gebäude II) oder aber in den vergangenen Jahrzehnten zusätzlich errichtet wurden, z.B. ein weiteres Gebäude III mit Klassenräumen und naturwissenschaftlichen Fachräumen, ein Pavillon oder die Mensa.

Der größte und wohl berühmteste Gebäudeteil ist das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Mädchengymnasium des weltweit bekannten deutschen Architekten Hans Scharoun aus den Jahren 1956 - 62. Als einzigartiges Beispiel humaner Schularchitektur ist es Zeugnis einer demokratischen und menschenwürdigen Architekturauffassung der Nachkriegsjahre. Die architektonische Gestaltung des Gebäudes ist heute so aktuell wie kaum zuvor. Es erfüllt auch nach über 50 Jahren die Anforderungen einer modernen Lernumgebung und Unterrichtsgestaltung.

Einige Besonderheiten des Gebäudes

  • Die Schülerinnen und Schüler lernen in "Klassenwohnungen". Diese bestehen aus drei Raumbereichen und haben jeweils einen eigenen Garten.
  • Die Pausenhalle ist gegliedert wie eine Fußgängerzone als "Weg der Begegnung".
  • Die Aula erinnert an die Berliner Philharmonie en miniature des Architekten Scharoun und ist Symbol einer demokratischen Gemeinschaft.
  • Alle Räume haben eine individuelle Gestalt, die sich an den Bedürfnissen ihrer Nutzer orientiert. So sind beispielsweise die Musik- und Kunsträume als große Atelierräume gestaltet.

 

„Die Schule – eine gute Wohnung“: Film zeigt Portrait der Scholl-Schule
Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule gilt als einer der architektonischen Schätze Lünens. Immer wieder kommen Besuchergruppen, um sich über den denkmalgeschützten Gebäudeteil zu informieren, den der berühmte Architekt Hans Scharoun Anfang der 1960er-Jahre entwarf.

Jetzt gibt es für alle, denen diese Schule am Herzen liegt, einen Film. Der Lüner Filmemacher Uwe Koslowski und der Fotograf Günther Goldstein haben den Film im Auftrag der Schule und der Lüner Scharoun-Gesellschaft produziert. Das Portrait der Schule, 23 Minuten lang, stellt das Gebäude, seine Architektur und die Sanierung in den Mittelpunkt. Der Titel „Die Schule – eine gute Wohnung“ nimmt Bezug auf das Konzept Hans Scharouns, der keine Klassenräume, sondern Klassenwohnungen entwarf und damit eine besondere Qualität schuf (RN Lünen, 04.04.2016).

 


  • Am 27.08.2014 wird eine Büste, die den Architekten Hans Scharoun darstellt, feierlich vor dem Schulgebäude enthüllt.
    Der Lüner Maler und Bildhauer Andrej Irzykowski hat die Skulptur im Auftrag der Scharoun Gesellschaft Lünen e.V. gestaltet.
  • "Scharounbüste eingeweiht"
  • Von 2010 bis 2014 wurde unter der Federführung der Stadt Lünen und der Wüstenrot Stiftung eine aufwändige Revitalisierung des denkmalgeschützten Schulgebäudes von Hans Scharoun durchgeführt.

 

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